Spätestens mit dem Beikoststart fragen sich viele Eltern, welches Öl für ihr Baby am besten geeignet ist. Im Supermarkt gibt es eine große Auswahl – von Rapsöl über Olivenöl bis hin zu Leinöl oder speziellem Beikostöl. Doch welches Öl braucht dein Baby wirklich?
Die gute Nachricht: Spezielles Beikostöl ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Entscheidend sind eine gute Qualität und die richtige Verwendung. Wenn du gerade erst mit der Beikost beginnst, findest du in unserem Beitrag Baby-led Weaning – Selbstbestimmt essen auch mit ein bisschen Brei viele hilfreiche Tipps für einen entspannten Start.
Warum ist Öl in der Beikost wichtig?
Fette gehören zu den wichtigsten Nährstoffen im ersten Lebensjahr. Sie liefern Energie, unterstützen das Wachstum und helfen dem Körper dabei, die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufzunehmen. Außerdem enthalten hochwertige Pflanzenöle wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die unter anderem für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem wichtig sind.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine ausgewogene Fettzufuhr bereits im Säuglingsalter. Weitere Informationen findest du auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Sobald dein Baby mit der Beikost startet, darf Öl Bestandteil der Mahlzeiten sein – unabhängig davon, ob ihr euch für Brei oder Baby-led Weaning entscheidet.
Die besten Öle für Babys im Überblick
Rapsöl gilt als die beste Wahl für die Beikost. Es besitzt ein besonders günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren, schmeckt angenehm mild und lässt sich vielseitig verwenden. Ob Gemüsebrei, Kartoffeln, Ofengemüse oder BLW-Mahlzeiten – Rapsöl ist ein echter Allrounder.
Leinöl enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren. Es sollte allerdings nicht erhitzt werden. Gib es daher immer erst nach dem Kochen über das fertige Essen und bewahre es nach dem Öffnen im Kühlschrank auf.
Olivenöl eignet sich ebenfalls gut für Babys. Es passt hervorragend zu mediterranen Gerichten, Gemüse oder Nudelgerichten. Sein kräftiger Geschmack kann für manche Babys zunächst ungewohnt sein.
Avocadoöl ist mild im Geschmack und hitzestabil, allerdings deutlich teurer als Rapsöl.
Sonnenblumenöl und Kokosöl dürfen ebenfalls gelegentlich verwendet werden. Da sie ernährungsphysiologisch weniger Vorteile bieten als Rapsöl, sollten sie nicht die erste Wahl sein.
Butter darf ebenfalls Teil einer ausgewogenen Beikost sein, ersetzt hochwertige Pflanzenöle jedoch nicht.
Viele einfache Rezeptideen mit gesunden Fetten findest du auch im 5 Zutaten BLW Kochbuch von Clara Beck.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Ob Bio oder nicht, ist Geschmackssache. Viel wichtiger sind eine hochwertige Qualität, eine lichtgeschützte Flasche und die richtige Lagerung. Kaltgepresste Öle eignen sich besonders für kalte Speisen oder zum Verfeinern nach dem Kochen. Raffinierte Öle sind hitzestabiler und deshalb besser zum Braten oder Backen geeignet.
Auch das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt hochwertige Pflanzenöle als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Weitere Informationen findest du beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Ein spezielles Beikostöl ist nicht notwendig. Ein hochwertiges Rapsöl aus dem Supermarkt erfüllt denselben Zweck und ist häufig sogar günstiger.
Unser Fazit
Wenn du nur ein Öl für die Beikost kaufen möchtest, ist hochwertiges Rapsöl die beste Wahl. Es liefert wertvolle Fettsäuren, schmeckt mild und lässt sich vielseitig einsetzen. Ergänzend kannst du gelegentlich Leinöl, Olivenöl oder Avocadoöl verwenden, um Abwechslung in den Speiseplan zu bringen.
Möchtest du dein Baby entspannt an die Beikost heranführen, empfehlen wir dir den Beitrag Baby-led Weaning – Selbstbestimmt essen auch mit ein bisschen Brei sowie das BLW Kochbuch & Ratgeber „BLW mit ein bisschen Brei“ und das 5 Zutaten BLW Kochbuch von Clara Beck. Dort findest du viele weitere Tipps, alltagstaugliche Rezepte und wertvolles Wissen rund um einen entspannten Beikoststart.